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Zeit für Zeitumstellung

Heute Abend ist es wieder so weit: Wir müssen den Wecker 1 Stunde vorstellen. In diesem Jahr finde ich den Termin sehr symbolträchtig: Mit dem Sonntag, dem Palmsonntag, beginnt die sogenannte Heilige Woche oder Karwoche.

Die letzte Woche der Fastenzeit. Eine Zeit, die sozusagen aus dem Kalender fällt. Ähnlich wie für Menschen, die einen schweren Schicksalsschlag erleiden, ticken die Uhren für gläubige Christen in dieser Woche etwas anders. Wir begehen den glorreichen Einzug Jesu in Jerusalem, feiern das letzte Abendmahl, gedenken seines Leidens und seines Todes. Eine andere Zeit, eine besondere Zeit.

Wer sich mit Glaube und Brauchtum nicht mehr identifiziert, freut sich vermutlich besonders in dieser Woche am zusätzlichen Feiertag - nutzt vielleicht das Frühlingswetter zu Spaziergängen, Radtouren und Ausflügen - oder ärgert sich über das Tanzverbot an diesem stillen Tag.
Zu welcher Gruppe Sie auch immer gehören mögen: Ich möchte Sie dazu bewegen, die Zeitumstellung gerade an diesem Wochenende einmal zu nutzen, um sich zu fragen:

- Welche neue Zeit würde ich mir für mich persönlich wünschen, wenn ich die Möglichkeit dazu hätte, auch meine inneren Uhren umzustellen?
- Wer in meinem Umfeld würde sich freuen, wenn meine Uhren anders gingen?
- Welche Veränderungen könnte es mit sich bringen, wenn ich mich von den Geschehnissen um diesen Jesus von Nazareth herum einmal tiefer berühren lassen könnte?
- Welche Umstellung meiner Gewohnheiten könnte heilsam für mich und andere sein?

Stellen Sie Ihren Wecker um, wie jedes Mal, wenn wir wieder Zeitumstellung haben. Aber versuchen Sie einmal, vielleicht eine dieser Fragen dabei auf sich wirken zu lassen. Ganz ohne Druck und ohne überhöhte Erwartungen. Und jedes Mal, wenn Sie in der „Heiligen Woche" auf eine Uhr schauen, dann nehmen Sie sich einen kleinen Moment Zeit, um zu spüren, ob sich innerlich irgendetwas umgestellt hat für Sie in diesen Tagen, die aus dem Kalender fallen.

Eva Meder-Thünemann, Gemeindereferentin für Citypastoral