Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Ohne Wasser kein Leben

Kreuzwort am 29. August 2026
Dass die zurückliegenden Sommermonate außergewöhnlich heiß und trocken waren, ist niemandem entgangen. Öfters haben wir in den Nachrichten von Hitzetoten, von Waldbränden, von Ernteausfällen und von Problemen für die Schifffahrt gehört. Dass Wasser lebensnotwendig für unser Leben ist, erlebt man in anderen Gegenden der Welt schon lange hautnah. Nun erfahren wir es existenziell. An einer Straße am Main sehe ich öfter Autos am Rand parken: Menschen zapfen dort an einer gut zugänglichen Stelle Quellwasser ab. Noch fließt es dort beständig. Noch ist es kostenlos.

Wasser hat in allen Religionen große Bedeutung. Was wir täglich erfahren, wird zum Bild mit tieferer Bedeutung: So wie wir mit Wasser Staub und Schmutz abwaschen können, so brauchen wir auch innere Reinigung, ein Lösen des Staubes und Schmutzes unserer Seele. Und so wie wir täglich trinken, um zu leben, so brauchen wir etwas, das den inneren Durst stillt. „Gott, du bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet meine Seele nach dir, mein Leib verlangt nach dir aus trockenem, dürrem Land, wo kein Wasser ist“, spricht deshalb einer diese Wahrheit aus (Psalm 63,2).

Hinter dem Klimawandel, der zu den Extremwetterereignissen beiträgt, steckt ein rücksichtsloser Umgang von uns Menschen mit der Natur, ein Raubbau, eine gedankenlose Verschmutzung und nun ein wissentliches Feststecken in globalen wirtschaftlichen Zusammenhängen und der Angst zu meinen, es könne nicht anders gehen ohne zu verlieren. Aber wir Menschen stecken auch in religiöser Hinsicht fest. Wir meinen, wir können die Gebote Gottes und seine Wahrheit nicht an die erste Stelle setzen, ohne zu verlieren. Und so kommt es unweigerlich zur geistlichen Dürreerfahrung mit Folgeproblemen. Die eigentliche Ursache benennt Gott durch seinen Propheten deutlich: „Mein Volk hat doppeltes Unrecht verübt: Mich hat es verlassen, den Quell des lebendigen Wassers, um sich Zisternen zu graben, Zisternen mit Rissen, die das Wasser nicht halten.“ (Jeremia 2,13) Ersatzreligionen überall.

Und doch ist Umdenken möglich. Gott ruft uns zum Vertrauen auf ihn. Immer noch bietet er an, den Durst unserer Seele zu stillen. Daraus können neue Einstellungen und Werte erwachsen. Doch an Jesus Christus vorbei zu leben bedeutet, sich mit abgestandenem Wasser zufriedenzugeben. Stark klingt dagegen Gottes Versprechen: „Sie werden keinen Hunger und keinen Durst mehr leiden und weder Sonnenglut noch irgendeine sengende Hitze wird auf ihnen lasten. Denn das Lamm (das ist Jesus Christus) wird sie weiden und zu den Quellen führen, aus denen das Wasser des Lebens strömt.“ (Offenbarung 7,16-17) Lassen wir uns von ihm führen? Lassen wir uns von Gott zeigen, was wir nötig haben?

Till Roth, Dekan in Lohr

nach oben