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Monatsende

Welches Datum hatten wir gestern - wirklich schon den 31.1.? O je, der Januar ist schon wieder vorbei! Das neue Jahr hat kaum begonnen, und schon ist ein Monat vergangen wie im Flug. Und dabei hatte ich mir doch so viel vorgenommen zum Jahresbeginn!

Weniger Süßigkeiten, weniger Stress, mehr Bewegung und mehr Geduld... alles noch nicht umgesetzt. Immer kam etwas anderes dazwischen. Und jetzt ist ein Zwölftel des Jahres schon verstrichen, versäumt, verloren.
Wie sieht es mit Ihren guten Vorsätzen aus? Vielleicht haben Sie ja hoch motiviert und konsequent gleich in die Tat umgesetzt, was Sie sich vorgenommen hatten; in diesem Fall: herzlichen Glückwunsch! Falls Sie aber zu den Menschen gehören, denen das eher schwer fällt, lassen Sie den Mut nicht sinken! Ärger über sich selbst und ein schlechtes Gewissen helfen sehr wahrscheinlich auch nicht bei der frohgemuten Umsetzung aller guten Vorsätze. Aber was hilft dann?
Ein Weisheitslehrer aus biblischer Zeit formuliert es so: „Geh auf den Wegen, die dein Herz dir sagt, zu dem, was deine Augen vor sich sehen!" (Koh 11,9) Das klingt bestechend einfach, fast schon ein wenig banal. Aber ich denke, was diese Weisheit meint, ist gar nicht banal: auf meine innere Stimme, auf die Stimme meines Herzens hören und ihr vertrauen, wo es mich hinzieht. Nicht nur, weil ich jetzt gerade Lust darauf habe, sondern weil sich mein Herz danach sehnt und einfach weiß, das ist jetzt das Richtige. Und wenn ich mir darin sicher bin, dann die Augen offen halten und einen klaren Blick dafür gewinnen, was der nächste Schritt ist. Und so Schritt für Schritt, Tag für Tag meinen Weg gehen.
Papst Johannes XXIII soll in sein Tagebuch für sich selbst „10 Gebote der Gelassenheit" aufgeschrieben haben; jedes beginnt mit den Worten: „Nur für heute...". Jeder neue Tag ist eine neue Chance, das zu tun, was mein Herz mir sagt. Und wenn es heute nicht geklappt hat, dann eben morgen! Und so steht am Schluss der päpstlichen Leitsätze als Zusammenfassung: „Nimm dir nicht zu viel vor. Es genügt die friedliche, ruhige Suche nach dem Guten an jedem Tag zu jeder Stunde, ohne Übertreibung und mit Geduld."

Dr. Ursula Silber,
Bildungsreferentin im Tagungszentrum Schmerlenbach