Sie wirkte fast 30 Jahre als Lehrerin an der Maria-Ward-Schule Aschaffenburg. Höppner wurde 1934 in Recklinghausen geboren. Nach dem Abitur im Jahr 1955 studierte sie an der Pädagogischen Akademie in Münster für das Lehramt an Volksschulen und legte 1957 die Erste Lehramtsprüfung ab. 1958 begann sie das zweijährige Noviziat bei der Gemeinschaft der Maria-Ward-Schwestern. Von 1960 bis 1965 studierte sie an der Universität Würzburg Germanistik, Geschichte und Erdkunde für das Lehramt an Gymnasien. Später kamen die Fächer Sozialkunde, katholische Religionslehre und Ethik hinzu. Höppner unterrichtete zunächst am Maria-Ward-Gymnasium in Aschaffenburg. Dort war sie unter anderem auch Vertrauenslehrerin, Beratungslehrerin und betreute die Schülerzeitung. In den 1970er Jahren war sie mit der Fertigstellung des Kollegstufengebäudes und dem ersten Umbau der naturwissenschaftlichen Räume betraut. Darüber hinaus hatte sie die Aufgabe als Oberin inne. Zudem habe sie sich an der Schule für die Gemeinschaft Christlichen Lebens (GCL) engagiert und die Leitungsfunktion auf Diözesanebene übernommen. Insgesamt unterrichtete Höppner 13 Jahre am Maria-Ward-Gymnasium in Aschaffenburg, zwölf Jahre an der Maria-Ward-Schule in Nürnberg, wo sie zugleich Konrektorin der Realschule war, sowie weitere 16 Jahre bis zu ihrer Pensionierung am Maria-Ward-Gymnasium in Aschaffenburg. Im Anschluss war sie Oberin in der Kommunität in Aschaffenburg und engagierte sich ehrenamtlich in der Stiftspfarrei Sankt Peter und Alexander. 2012 zog sie in die Senioren-Kommunität in Bensheim. Dort half sie im benachbarten Hospiz und engagierte sich in der Hilfe für Asylsuchende. Ab 2022 lebte sie im Pflegeheim in Unterhaching. „Schwester Michaele war eine beliebte und geschätzte Lehrerin, verstand sich aber noch mehr als Pädagogin“, heißt es im Nachruf der Gemeinschaft. Sie habe den Schülerinnen helfen wollen, sich als „Persönlichkeiten zu entfalten, um später in ihrem Leben die Familie und Gesellschaft mitzugestalten“. Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran, von 1998 bis 2008 Pfarrer in Aschaffenburg, würdigt Höppner als „erdverbundene, sehr intelligente Frau und hervorragende Pädagogin“. Sie habe die Maria-Ward-Schule in Aschaffenburg geprägt und sei auch in der Stiftspfarrei immer zur Stelle gewesen, wenn sie gebraucht wurde. Die Beisetzung fand in München-Pasing statt.
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