Der alte Mann sagte traurig: "Doch, einmal bin ich einer begegnet." Der andere fragte neugierig: "Und was ist dann passiert? Warum hast du sie nicht geheiratet?" Da wurde der Alte noch trauriger: "Was sollte ich machen? Sie war auf der Suche nach dem perfekten Mann." So kann es gehen! Da ist es besser, die Perfektions-Brille rechtzeitig abzusetzen. Gerade wenn zwei mit Ecken und Kanten sich treffen, kann es funken, entstehen Sympathie und ein neues Kraftfeld.
Der heilige Valentin, dessen Gedenktag auf den heutigen Faschingssamstag fällt, könnte das sicher bestätigen. Sein Name bedeutet: "der Starke". Er war Bischof von Terni und hat im 3. Jahrhundert gelebt. Valentin gilt als Patron der Verliebten und der Brautleute. Er soll einmal einem verliebten Paar zur Flucht und gegen den Willen der Eltern zur Ehe verholfen haben. Auch dass er die an seinem Garten Vorübergehenden mit Blumen beschenkt haben soll, ist ein sympathischer Zug des Heiligen.
Als erfahrener Seelsorger wird Valentin erlebt haben, dass die Liebe im Lauf des Lebens auf die Probe gestellt wird. Was da hilft? Joachim Ringelnatz formulierte es kurz und treffend: "Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt." Ein goldenes Hochzeitspaar hat auf die Frage nach dem Rezept ihrer Liebe geantwortet: "Wir haben uns den Humor füreinander bewahrt."
Liebe Männer,
schenken Sie deshalb heute der Frau an Ihrer Seite nicht nur einen Blumenstrauß, sondern auch funkelnde Augen und Ihr schönstes Lächeln. Vielleicht verstecken Sie in den Rosen noch ein paar kleine Zettel: einen Gutschein für ein romantisches Abendessen, eine sinnliche Massage, eine Karte für ein Konzert; vielleicht auch einen handgeschriebenen Witz, mit dem Sie Ihre Liebste zum Lachen bringen oder .....
Liebe Frauen,
Sie können natürlich das Gleiche machen. Vielleicht schenken Sie dem Mann an Ihrer Seite zusätzlich ein tolles Kompliment, bei dem Sie heute gerne ein bißchen übertreiben dürfen. Ich versichere Ihnen: Männer genießen das. Ihr Mann ist sicher nicht so skeptisch wie Eva im folgenden Beispiel:
Adam hat die Arbeit im Garten Eden beendet. Schon wieder kommt er etwas später nach Hause. Meint Eva zu ihm: „Ich werde das Gefühl nicht los, dass du eine andere hast!“
Darauf Adam: „Aber Schatz, du bist doch die einzige Frau auf Erden für mich!“
Nachts im Halbschlaf spürt Adam, wie Evas Finger über seinen Bruskorb wandern. „Eva was tust du da?“
„Ja, was wohl, ich zähle deine Rippen nach!“
Burkhard Fecher, Gemünden
Pastoralreferent; Ehe- und Familienseelsorger;
Ehe-, Familien- und Lebensberater
