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Schloss Johannisburg in Aschaffenburg
Kreuzwort vom 11.01.2020

Gott schenkt Zukunft

Es ändert sich nichts, sagen manche. Im Grunde bleibt alles beim Alten. Kaum ist der Weihnachtsfriede vorüber – sofern es ihn überhaupt gegeben hat – und schon beginnt wieder das Säbelrasseln. Es wird munter weiter gezündelt und jahrzehntealter Hass sorgsam gepflegt. Gerade bei den religiösen Hardlinern. Da legen in Florida Evangelikale Donald Trump in einem Gebetsgottesdienst die Hand auf und beten für seine mutige Entscheidung, einen Mordbefehl im Irak gegeben zu haben, während in Teheran jener getötete Geheimdienstgeneral von den Massen bereits wie ein Märtyrer verehrt wird. Und im privaten Bereich? 11 Tage ist das Neue Jahr nun alt. Halten Ihre guten Vorsätze noch oder haben sie sich auch bereits in Feinstaub aufgelöst wie die Böller an Silvester?

Du kannst dich ändern, sagt der Glaube. Denn in dir steckt die Kraft zur Veränderung. Du kannst, wenn du willst, weil Gott dich dazu stark macht. Er ist Mensch geworden, damit nicht alles beim Alten bleibt. Du selbst hast es in der Hand, deinem Leben eine neue Richtung zu geben.
Dank wissenschaftlicher Erkenntnisse und intelligenter Politik ist unser Leben in den vergangenen Jahrzehnten immer sicherer, gesünder und besser geworden. Die meisten von uns leben in Wohlstand und tun alles dafür, ihn zu erhalten. Und dennoch gibt es keine festen Sicherheiten. Manche Fassade unserer schönen Welt bröckelt. Was ist mit den armen Menschen in unserer Stadt und den vielen Opfern des Klimawandels weltweit? Was passiert, wenn meine Beziehung in die Brüche geht oder eine plötzliche Krankheit mich aus der Bahn wirft?
Man braucht kein Schwarzseher zu sein um zu erkennen: Die Zukunft ist offen. Eine Garantie für ein erfolgreiches Leben haben wir nicht. Auch unsere Wohlstandsgesellschaft muss nicht für alle Zeiten so erfolgreich bleiben. Dass sich im Grunde nichts ändert, ist also Wunschdenken. Die Welt um mich herum verändert sich ständig und auch ich selbst verändere mich mit jedem neuen Tag. 
Doch die Zukunft ist keine böse Macht, vor der ich Angst haben muss, sondern ein Geschenk Gottes. Schon morgens beim Aufwachen darf ich spüren: Gott schenkt mir diesen Tag, damit ich ihn gestalte. In aller Freiheit und Verantwortung, die er mir dazu gibt. Ich allein werde dabei sicher nicht den Weltfrieden herstellen oder das Klima retten. Aber Gott traut mir zu, mit meiner kleinen Kraft mitzuwirken an einer guten Zukunft für uns alle. Damit nicht alles beim Alten bleibt.

Rudi Rupp
Evang. Dekan am bayerischen Untermain

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