Das neue Jahr ist schon wieder einige Tage alt. Trotz aller guten Vorsätze und Hoffnungen brechen wir mit manchen Belastungen ins Neue, Unbekannte, auf. Jeder hat sein Päckchen zu tragen, sagt der Volksmund. Das ist sicher so. Ja manchmal ist es nicht nur ein Päckchen, sondern ein richtiges Paket, das man tragen muss. Es kann eine schwere Last sein. Sie drückt nieder und fesselt die Gedanken. Sie hemmt die Lebensfreude. Im Netzsack der Lasten können Sorgen um den Arbeitsplatz, ein Konflikt mit dem Partner oder Kolleginnen, finanzielle Probleme, gesundheitliche Einschränkungen und Anderes enthalten sein. Jedenfalls ist manches eine Belastung. Das Weitergehen fällt schwer. Die Sehnsucht nach Hilfe und Entlastung ist groß.
Vielleicht hilft Ihnen weiter, was ein einheimischer Künstler in einer Kirche in Neuguinea dargestellt hat. Er hat das Bilum, das Lastennetz, einfach an das Kreuz von Jesus genagelt. Als ich das sah, dachte ich: Ja er hat recht! Mir kam ein Wort aus der Bibel in den Sinn. Da heißt es: „Alle eure Sorge werft auf ihn. Er sorgt für euch.“ Jesus ist der große Lastenträger. Er kam, um die Last der Welt auf sich zu nehmen. Jesus nahm sich der Nöte der Menschen an. Er ging den Weg bis zum Kreuz. Es ist das Hoffnungszeichen und der Rettungsanker. Jesus lädt auch heute ein mit den Worten: „Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch abmüht und belastet seid! Bei mir werdet ihr Ruhe finden. Ich will euch erquicken.“ Die Sorgen und Lasten des Lebens im Gebet vor Jesus ausbreiten. Das bringts! Die Lasten unter das Kreuz bringen, sie dort abladen – das entlastet. Das befreit und lässt aufatmen. Dass sie heute und an allen Tagen des Jahres nicht auf ihre Lasten schauen, sondern auf Jesus Christus – das wünsche ich Ihnen.
Ihr Michael Wehrwein, evang.Dekan i.R., Lohr a.Main
