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Kreuzwort am 10. April 2021

Ein besonderer Moment

Kennen Sie solche Augenblicke, in denen Ihnen plötzlich ein Licht aufgeht? Ein besonderer Moment, eine Geste, ein Erlebnis, das Sie aufatmen lässt? Sie stecken bildlich gesprochen in einer Sackgasse und wissen nicht mehr weiter. Das erzählen Sie einem Freund und im Gespräch mit ihm eröffnen sich Ihnen ganz neue Möglichkeiten. Sie fühlen sich gerade sehr einsam und eine gute Freundin ruft Sie an oder lädt Sie zu einem Spaziergang ein. Sie stehen an Ihrem Urlaubsort und die ganze Alltagslast, die sie mit sich geschleppt haben, fällt in einem Augenblick von Ihnen ab. Alltägliche Erlebnisse können zu besonderen Momenten werden.

In vielen Kirchen wird am Ostermontag die Geschichte von zwei Menschen erzählt, die auf dem Weg sind von Jerusalem nach Emmaus. Sie sind traurig und verzweifelt, denn sie hatten ihre ganze Hoffnung auf Jesus aus Nazareth gesetzt. Nach seinem Tod am Kreuz war nun für sie alles aus. Plötzlich geht der auferstandene Jesus mit und erklärt ihnen, dass sie nicht traurig sein müssen. Aber das Erklären ist nicht die Lösung. Die beiden sind zu sehr in ihrer Enttäuschung gefangen. Sie können Jesus nicht erkennen. Vielleicht haben sie eine Ahnung, dass sie den vermeintlich Fremden nicht gehen lassen sollten, denn sie bitten ihn, bei ihnen zu bleiben. Er bleibt und bei Tisch bricht er das Brot. Es war eine kleine, vertraute Geste und schon fingen die Herzen Feuer.

Glut im Herzen

Beflügelt gehen sie den Weg zurück nach Jerusalem. Sie wollen diese Erfahrung mit den anderen teilen, obwohl sie nur schwer in Worte zu fassen ist. Das ist bis heute so. Wirklich erklären können wir den Glauben an die Auferstehung nicht. Aber diese Botschaft zündet bis heute in vielen Menschen ein Feuer der Hoffnung an. Es ist eine Hoffnung gegen alle Zweifel und Ängste. Was wir Auferstehung und ewiges Leben nennen, kann ich nur mit Bildern umschreiben. Ich kann es nur bruchstückhaft erkennen und benennen. Es ist mehr ein Wissen im Herzen als im Kopf. Ich lege kleine Mosaiksteinchen von hoffnungsvollen Erlebnissen in ein Bild. Bunte Steinchen, die von meiner Glaubenszuversicht erzählen. Andere legen ihre Mosaiksteinchen dazu. Dieses Bild bleibt unvollständig, aber es reicht, um meine Hoffnungsglut am Leben zu erhalten.

Brigitte Glaab, alt-katholische Priesterin, Aschaffenburg

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