Würzburg (POW) Bischof Dr. Franz Jung hat bei einem Gottesdienst am Freitagabend, 17. Juli, im Würzburger Kiliansdom vier Frauen und einen Mann zum Dienst als Gemeinde- oder Pastoralreferenten und -referentinnen beauftragt. Verena Deuchert (39) begrüßte er als Gemeindereferentin. Lea Brenner (29), Susanne Händel (27), Karolin Proksch (27) und Markus Wissel (27) ernannte er zur Pastoralreferentin beziehungsweise -referenten. Mit den neu Beauftragten gibt es derzeit 132 Pastoralreferentinnen und -referenten sowie 101 Gemeindereferentinnen und -referenten im Bistum Würzburg.
Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Begeistert ins Weite“. Ihn feierten Angehörige und Freunde der Beauftragten sowie Seelsorgerinnen und Seelsorger aus den aktuellen Einsatzpfarreien und Pastoralen Räumen der neuen Gemeinde- und Pastoralreferentinnen und -referenten mit. Die über 30 Ministrantinnen und Ministranten kamen mehrheitlich aus den Einsatzorten der neu Beauftragten.
Bischof Jung ermutigte die Beauftragten zu Offenheit für Neues und zu ehrlicher Selbstprüfung. In seiner Predigt stellte er die biblische Szene vom erfolglosen Fischfang der Jünger in den Mittelpunkt und deutete sie als Bild für persönliche und kirchliche Krisenerfahrungen. Viele Menschen verharrten wie die Jünger zunächst in vertrauten Mustern, obwohl diese „fruchtlos“ blieben, sagte der Bischof. Entscheidend sei der Mut, „anzulanden“ und sich der eigenen Wirklichkeit zu stellen. Erst eine solche Haltung eröffne die Möglichkeit, neue Wege zu erkennen.
Mit Blick auf die Zukunft der Kirche sprach Bischof Jung von notwendigen „Teachable Moments“ – Momenten, in denen Menschen bereit seien, dazuzulernen und neue Perspektiven zuzulassen. Oft seien es nicht große Umbrüche, sondern kleine Veränderungen, die Wirkung zeigten: „Das Netz auf der rechten Seite auswerfen“ bedeute, Neues zu wagen, auch ohne sichere Erfolgsaussicht. Zugleich betonte der Bischof die geistliche Dimension des Handelns. Nicht Organisation oder Aktivität allein führten zum Ziel, sondern die Beziehung zu Christus. „Es ist die Liebe zum Herrn, die uns Jesus erkennen lässt“, sagte Jung mit Verweis auf den Lieblingsjünger im Evangelium.
Gott komme den Menschen bereits entgegen, betonte der Bischof: Wie im Evangelium sei der Tisch schon gedeckt. In der Eucharistie werde diese Wirklichkeit sichtbar, müsse jedoch im eigenen Leben immer neu entdeckt werden. Bischof Jung wünschte den Ausgesandten „österliche Augen“, um auch in schwierigen Situationen Fülle und neue Möglichkeiten zu erkennen, und dankte ihnen für ihre Bereitschaft zum Dienst.
Bei der Beauftragung überreichte Bischof Jung den Frauen und Männern neben einer bischöflichen Urkunde jeweils eine Heilige Schrift als Symbol für ihre Aufgaben im Dienst der Diözese. Zuvor stellten die Diözesanreferenten der beiden Berufsgruppen, Pastoralreferent Johannes Reuter und Gemeindereferentin Roswitha Schuhmann, dem Bischof die zu Beauftragenden vor. Diese bekannten vor der Gemeinde ihren Glauben. Ordinariatsrat Robert Hambitzer, Leiter der Hauptabteilung Personal, bat darum, die Frauen und Männer dauerhaft in den Dienst des Bistums Würzburg zu übernehmen.
Im Namen aller Beauftragten dankte Verena Deuchert Bischof Jung, allen Ausbildungsverantwortlichen, den Heimat- und Ausbildungsgemeinden sowie allen, die zum Gelingen des Gottesdienstes beigetragen haben. Besonderer Dank galt den Familien, Partnerinnen und Partnern, Freundinnen und Freunden: „Ihr habt unsere Begeisterung geteilt, unsere Sorgen ausgehalten und uns immer wieder Mut gemacht.“
Domorganist Professor Stefan Schmidt und die Band „Project Heaven“ begleiteten die Feier musikalisch. An den Gottesdienst schloss sich ein Empfang vor dem Burkardushaus an. Die Kollekte geht an den Ökumenischen Hospizverein im Landkreis Miltenberg (www.hospizverein-miltenberg.de).
mh (POW)
(3026/0721; E-Mail voraus)
Weitere Bilder finden Sie hier: https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1784313336MNsr6WHPru5fbb







