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Kreuzwort am 17. 04. 2021

Blickwechsel

Ich nutze die Zeit für einen Spaziergang. Ein für mich neues Waldstück habe ich mir ausgesucht und freue mich an den Bäumen, den Wurzeln, den Blüten, den Ausblicken und der frischen Luft. Da: Ein Schild von hinten.

Laufe ich auf verbotenen Wegen? Ist hier Schutzzone, Sperrgebiet, Privatgelände? Alle möglichen Hinweise kommen mir in den Sinn, zu sehr bin ich es derzeit gewohnt, dass ständig Aufforderungen, Verbote und Maßregelungen meinen Alltag bestimmen. Jetzt hier auch noch in der freien Natur? Weniger wohlgelaunt gehe ich weiter.

Mittlerweile habe ich das Schild erreicht.

Es ist leer. Falls einmal etwas drauf stand, wurde es von der Witterung neutralisiert. Ich schmunzle und überlege mir, was ich mir auf mein persönliches ‚das möchte ich mir heute vornehmen Schild‘ schreiben würde. Vielleicht: Ich atme tief durch! Ich probiere etwas Neues aus. Ich lächle die nächste Person, die mir über den Weg läuft, an. Ich wende meinen Blick bewusst auf das Mutmachende, anstatt nur rumzujammern...

Das habe ich mir tatsächlich angewöhnt in diesen langen Coronamonaten, mir bewusst einen positiven Gegenpol zu den niederdrückenden Nachrichten zu setzen.

Nicht, um mir etwas schön zu reden, sondern um den Blick zu bewahren für das Gute, das auch da ist.

Und da wir ja grade von Ostern her kommen. Gibt es ein stärkeres Mutmachschild als: Das Leben siegt! Die Macht des Todes ist überwunden! Selbst wenn der Tod bei uns Einzug hält - und letztlich werden wir alle sterben – hat er nicht mehr das letzte Wort. Der Gott, der Christus auferweckt hat, wird auch uns ein Leben in einer neuen Dimension eröffnen.

Den Tod als Übergang, nicht als Ende zu sehen, hat eine entlastende Wirkung. Auferstehung ist! Am Liebsten schon hier und heute, jeden Tag neu.

Und deshalb möchte ich mir Schilder für das Leben nicht nur innerlich hochhalten, sondern das Leben achtsam und hoffnungstrotzig leben.

Andrea Marquardt
Evangelische Religionspädagogin in Aschaffenburg

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