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Information und Musik zum Friedensprojekt „Zelt der Völker“

Begeisternd und berührend ...

Ein Benefizkonzert und Informationsnachmittag zugunsten des Friedens-und Begegnungsprojektes „Zelt der Völker“ nahe Bethlehem begeisterte und berührte am 19. März die über 200 Menschen im großen Saal des Martinushauses. Veranstaltet wurde es vom Martinusforum, geplant von Christiane Michaeli und Burkard Vogt.

Sehr unterschiedliche Musiker und Musikgruppen boten ein kurzweiliges, sehr abwechslungsreiches Programm. Der Jugendchor der Pfarrei „Am Schönbusch“ (Leider/Nilkheim) sang sich mit seinen hellen Stimmen und einer drängenden Frage: „Wozu sind Kriege da?“ von Udo Lindenberg in die Herzen der Zuhörer, um anschließend mit dem mitreißenden Gospel „This little light of mine“ den Menschen ein bisschen Hoffnung zu geben. Kontraste beleben: So präsentierten Joachim Schüler (Piano) und Gudrun Schüler (Flöte) auf absolut perfektem Niveau die Klassik mit dem „Frühling“ aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“, Solveigs Lied von E. Grieg und einem schmissigen Tango. Noch kontrastreicher wurde es bei Rodin Chabab, einem syrischen Kurden, der schon lange in Aschaffenburg lebt. Er spielte auf einer anatolischen Saz und sang dazu;  wunderschönes orientalisches Flair.  Der Chor Incanto (Leitung Christiane Michaeli) ließ bei seinem ersten Auftritt nach Neugründung einen harmonischen Chorklang und viel Sangesfreude erklingen. Mit dem letzten Lied ihres Auftrittblockes: „Wunder gibt es immer wieder“ von Katja Ebstein sprachen sie das aus, was sich in dieser Zeit jeder wünscht: Ein Wunder, das zu Frieden und Gerechtigkeit führt.
Anschließend sangen drei junge, angehende Erzieherinnen der FAKS Aschaffenburg zusammen mit ihrem Lehrer Johannes Ries ein Lied aus dem diesjährigen Musical „The Prom“. Sie verzauberten die Zuhörer mit ihren wunderschönen, klaren Stimmen. Sehr virtuos spielten Musikschullehrer Sebastian Michaeli und sein Schüler Janis Schott das „Carousel“ und den „Libertango“ auf dem Vibraphon und der Marimba. In atemberaubender Geschwindigkeit huschten dabei acht Schlegel über die Tasten. Danach präsentierte die Band „Moment mal“ zwei kraftvolle und aussagekräftige Lieder, die beide aus der Feder von Burkard Vogt stammen.
Zwischen den Musikbeiträgen gab es Informationen und Statements über die sehr schwierige Situation des Projektes „Zelt der Völker“, das von dem palästinensischen Christen Daoud Nassar und seiner Familie geleitet wird. In einem Videobeitrag berichtete Daoud Nassar über die jahrzehntelangen Gerichtsverfahren mit der israelischen Militärbehörde zur Anerkennung ihres Besitzes, über Angriffe und Zerstörungen seitens der umliegenden jüdischen Siedler, aber auch von dem Versuch der Familie, nur gewaltlos Widerstand zu leisten. Ihre Farm haben sie daher zu einem Begegnungsort für viele internationale Volontäre und tausenden von Besuchern gemacht.
Das Konzert endete mit dem gemeinsam gesungenen, Hoffnung machenden Song „Sehnsucht nach Frieden, der sich an das „Let the sunshine in“ aus dem Musical „Hair“ anlehnt. Ihre Begeisterung zeigten die Zuhörer nicht nur mit Applaus sondern auch durch eine großzügige Spende von 1700,- Euro, die  bereits über einen gemeinnützigen Verein persönlich an Daoud Nassar übergeben werden konnte.

(Katrin Marchio)