Aschaffenburg (POW) „Der Armut ein Gesicht geben“: Unter diesem Leitgedanken steht die Aktion „Story-Teller“, die am Samstag, 25. Juli, von 10 bis 14 Uhr in der Marktkirche Sankt Agatha in Aschaffenburg stattfindet. Veranstalter ist die Diakonie Untermain in Kooperation mit der Caritas Aschaffenburg.
Im Mittelpunkt steht eine große Tafel, die mitten in der Kirche aufgebaut wird. Die Teller auf dem Tisch sind nicht mit Speisen bestückt, sondern mit Geschichten von Menschen, die von Armut betroffen sind. Mitarbeitende aus der Sozialarbeit haben Berichte von Alleinerziehenden, Arbeitslosen, Obdachlosen und anderen Menschen in schwierigen Lebenslagen gesammelt.
„Wir wollen auf deren Geschichten aufmerksam machen und sie zu Wort kommen lassen“, sagt Katharina Will, Sozialarbeiterin bei der Diakonie Aschaffenburg und Mitglied des Organisationsteams. Die Armut in Deutschland nehme weiter zu. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im Jahr 2025 rund 20,2 Prozent der Menschen armutsgefährdet.
Für Wolfgang Grose, Leiter des Sozialkaufhauses der Diakonie, darf Armut jedoch nicht auf Zahlen reduziert werden. „Bei Armut geht es immer auch um konkrete Menschen“, betont er. Der Aktionstag solle die Lebenssituationen Betroffener sichtbar machen und zugleich Beispiele zeigen, die Hoffnung geben.
Der Termin sei bewusst parallel zum Aschaffenburger Wochenmarkt gewählt worden, der nur wenige Meter entfernt auf dem Marktplatz stattfindet. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm: Einige Geschichten werden vorgelesen, andere können vor Ort gelesen werden. Musikalisch begleiten der integrative Chor „Freudentöne“ sowie das Dixie-Duo „Brasset“ die Veranstaltung.
Zusätzlich wird die Ausstellung „Nicht übersehen – Menschen in Aschaffenburg“ der Caritas gezeigt. Der assyrische Kulturverein bietet kleine Spezialitäten aus Assyrien an. Darüber hinaus sind alle Gäste zu Gespräch und Begegnung eingeladen.
(3026/0715; E-Mail voraus)
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